Lang ist’s her


So hat Bitterwasser-Farmer Peter Kyssler 1992 das Dünenhaus, seinen Altersruhesitz südlich der Pfanne, gezeichnet.

„Nur ein paar hundert Meter sind die vorbeifegenden Wolken hoch und Regen fällt wie im europäischen Stil. Das Gras steht rund um unser neues Haus und zusammen mit den vielen verschiedenen Feldblumen haben wir den schönsten Naturgarten vor dem Fenster.“ Ja, auch darüber kann man sich in Namibia freuen. 1993 jubelte Bitterwasser-Farmer Peter Kayssler im Palmengeflüster Nr. 41 über dieses „schöne“ Wetter – aber eben im Frühjahr, nach der Segelflugsaison. Mit seiner Frau Brigitte hatte er gerade das heute verwaiste Dünenhaus als Altersruhesitz bezogen. Die ersten Gespräche für eine Übernahme der Farm und Ausbau zu einer großen Ferienlodge liefen. Erstmals war auch schon ein Koch engagiert worden und hatte die Segelfluggäste von der aufwendigen Selbstversorgung befreit. Man freute sich über 700 Kilometer Strecken: Beat Bünzli (DG-600) und Thomas Mosberger (DG-500) flogen bis weit in den Norden bis jenseits der Etosha-Pfanne und landeten Ondangwa. Aber auch fast doppelt so große Distanzen wurden vor 27 Jahren schon absolviert. Beat Bünzli brachte es auf 1300 Kilometer und umrundete ein 1100-Kilometer-Dreick mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 145 km/h.

In those Days
“The passing clouds are only a few hundred meters high and rain falls like European style. The grass is all around our new house and together with the many different field flowers we have the most beautiful natural garden in front of the window. ” Yes, you can also look forward to that in Namibia. In 1993, Bitterwasser farmer Peter Kayssler cheered in the “Palmen-Geflüster” No. 41 about this “beautiful” weather – in the spring, after the gliding season.With his wife Brigitte he had just moved into the today abandoned dune house as a retirement home.
The first talks about taking over the farm and expanding it into a large holiday lodge were underway. For the first time a cook had already been hired and purged the glider pilots from the self-catering. Flights over 700 kilometers were enjoyed: Beat Bünzli (DG-600) and Thomas Mosberger (DG-500) flew far north to beyond the Etosha Pan and landed on Ondangwa. But distances that were almost twice as long were already covered 27 years ago. Beat Bünzli achieved 1300 kilometers and rounded a 1100 kilometer triangle with an average speed of 145 kph.

Bitterwasser-Cup 2020


Noch ist kein Fliegen in Namibia angesagt. In Europa ist es jetzt wieder möglich und da geht es bei den Junioren im Bitterwasser-Cup um die Einladung nach Namibia. Mit der LS8 neo “OLC” ist dafür ganz erfolgreich Eric Schneider von der FSG Hammelburg unterwegs.

Das Rennen ist eröffnet
Bis Mitte Mai hat Corona Europas Junioren eingebremst. Jetzt, gerade einmal drei Wochen später, weist die Wertung des Bitterwasser-Cups bereits über 800 Teilnehmer aus. Der Preis ist hoch attraktiv. Es winkt die Einladung des Segelflugzentrums für eine Woche Segelfliegen ins Streckenflugparadies Namibia. Dass dies trotz Corona auch in der Saison 2020/21 möglich wird, dafür drücken alle Bitterwasser-Fans derzeit fest die Daumen.
Für das Ticket des Bitterwasser-Cups hat sich Eric Schneider (18) von der FSG Hammelburg ganz vorn eingereiht. Mit sechs Flügen hat er bereits 5672 Punkte eingeflogen. Der Sportsoldat macht damit der Unterstützung mit dem von Ralph Bürklin gesponserten OLC-Förderflugzeug LS8 neo alle Ehre. Und wenn man die Kommentare Erics zu seinen Flügen liest, ist für ihn noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht: „Nicht mein Tag“, „viel zu weit nach Nordosten“ oder erst einmal „durchs Blaue ins gute Gebiet“ gekämpft, lassen noch auf Einiges hoffen.
Gleich an zweiter Stelle hat sich mit Henrik Theis von der FLG Grabenstetten ein weiterer Förder-Junior eingereiht. Henrik hat mit dem von Wilfried Großkinsky gestellten OLC-Discus 2cT bis Anfang Juni 5072 Punkte erreicht.
Mit einem ganz anderen Gerät mischt dagegen Max Maslak vom AC Bonn-Hangelar mit (Platz 4 mit 4824 Punkten). Max fliegt den Exoten Kiwi, einen mit dem TOP-Motoraufsatz von Thomas Fischer zum Eigenstarter weiter entwickelten Mistral C von Valentin Flugzeugbau (Index 92!). Damit fallen die Strecken im Vergleich zu High-Tech-Geräten natürlich bescheidener aus. Die Indexwertung macht die Leistungen aber vergleichbar. Und da fordern Max Strecken, die er unter dem C-Deckel von Köln-Bonn startet, allen Respekt.

The race is on
Until mid-May Corona slowed down Europe’s juniors. Now, just three weeks later, the score of the Bitterwasser Cup already shows over 800 participants. The price is highly attractive. The invitation from the glider center for a week of gliding to the cross-country paradise of Namibia awaits. All Bitterwasser fans are keeping their fingers crossed that this will also be possible in the 2020/21 season despite Corona.
For the ticket to Bitterwasser, Eric Schneider (18) from FSG Hammelburg ranked first. He has already flown 5672 points with six flights. The sports soldier is doing all the honor with the support with the LS8 neo “OLC” sponsored by Ralph Bürklin. And if you read Eric’s comments on his flights, the end of the flagpole is far from over: “Not my day”, “far too far northeast” or first “fought through the blue into the good region”, still leave hope for a lot.
Henrik Theis from FLG Grabenstetten is another sponsored junior. Henrik achieved 5072 points by the beginning of June with the OLC Discus 2cT provided by Wilfried Großkinsky.
Max Maslak from AC Bonn-Hangelar mixes with a completely different glider (4th place with 4824 points). Max flies the exotic Kiwi, the selflaucher Mistral C from Valentin Flugzeugbau with the TOP engine from Thomas Fischer (index 92!). Max flights are naturally more modest compared to high-tech ships. But the index rating makes the performance comparable. And there Max flights which he starts under the C-aispace of Cologne-Bonn demand all respect.

Allen ein Frohes Osterfest!

Gut, dass wir in der zurückliegenden Saison in Namibia so viel haben fliegen können! Da lässt sich die jetzt durchzumachende Durststrecke schon besser überbrücken. Hierzulande hat uns das neuartige Coroana-Virus ja ein „schönes“ Ei ins Nest gelegt. In Europa sind wir erst einmal weitgehend gegroundet.Die Hoffnung vieler richtet sich auch deshalb auf eine neue ungestörte Segelflugsaison in Bitterwasser. Die Container sind voll und die Unterkünfte sind auch schon weitgehend gebucht.Allerdings ist das Virus auch an Namibia nicht spurlos vorüber gegangen. Der Tourismus ist dort völlig zum Erliegen gekommen und die Lodge bis auf eine Notbesetzung geschlossen. Die weitere Entwicklung im Land wird zeigen, ob im November oder früher der Normalbetrieb wieder aufgenommen und die neue Saison gestartet werden kann. Bis zur Entscheidung über den Startschuss ist noch Zeit. Hoffen wir, dass sich in den nächsten vier Monaten vieles zum Besseren wendet.
Bleibt gesund!

Happy Easter!
It’s good that we were able to fly so much in Namibia in the past season! This is a better way to bridge the long haul. In Europe the new Coroana virus has put a “nice” egg in our nest. We are largely grounded.
The hope of many is therefore directed towards a new, undisturbed gliding season in Bitterwasser. The containers are full and the accommodations are already largely booked.
However, the virus has not left Namibia without a trace. Tourism came to a complete standstill there and the lodge was closed except for a skeleton crew. The further development in the country will show whether normal operation can be resumed in November or earlier and the new season can be started. There is still time to decide on the starting shot. Let us hope that a lot will change for the better in the next four months.
Stay healthy!

Zurück in Europa


Von der Hitze Afrikas keine Spur mehr: Umladen in dicken Pullis und unter grauem Himmel Ende Februar in Ötisheim.

Der neuen Saison auf der Nordhalbkugel steht nichts mehr im Weg: Gerade einmal vier Wochen haben die Container für die Fahrt von Bitterwasser bis Antwerpen gebraucht. Noch im Februar konnte sie Sascha Costabel in Ötisheim in Empfang nehmen. Fürs Entladen am letzten Wochenende waren dann viele Hände gefragt. Nur in gemeinsamer Anstrengung konnten die Rümpfe auf die Rampen der Anhänger gewuchtet werden. Und um die Flügel aus den Deckenverankerungen der Container zu befreien, brauchte es viele Schultern. Im Herbst ist es dann wieder soweit, dann erfolgt das Verladen wieder in umgekehrter Richtung. Schon jetzt heißt es dafür, rechtzeitig buchen.


Nicht so einfach: einen Arucs M mit Rumpfwagen zum Hänger zu heben.

Back in Europe
Nothing will stop flying in the new season: the containers needed just four weeks to travel from Bitterwasser to Antwerp. In February they arrived Sascha Costabel’s compound in Ötisheim. Many hands were then required for unloading last weekend. The fuselages could only be put on the ramps of the trailers with a joint effort. And it took a lot of shoulders to get the wings from the ceiling of the containers. In autumn it is time again that the loading takes place in reverse. It is already necessary to book in good time.


Die ersten Flugzeuge stecken schon wieder im Hänger.